Der Vorschlag trägt zu stark die Handschrift der Agrarlobby, kritisieren der grüne EU-Abgeordnete Philippe Lamberts und der Ernährungsexperte Olivier De Schutter in Le Vif/L’Express:

„Überall, wo die Lobby der Lebensmittelindustrie agiert, kämpft sie für das alleinige Ziel, den Status Quo zu bewahren. Der Grund ist einfach: Da die Agrarsubventionen an die landwirtschaftlich genutzte Fläche gebunden sind, sind die Hauptnutznießer nicht die kleinen Produzenten, sondern eher Großbauern und Kolosse der Lebensmittelindustrie. … Der Reformvorschlag, der den EU-Abgeordneten zur Abstimmung vorliegt, ist eine unwürdige Antwort auf die soziale und klimatische Notlage. Sie stellt nicht nur keine Lösung für die ungerechte Verteilung der Agrarsubventionen dar, sondern scheitert kläglich dabei, den Übergang zu nachhaltigen und resilienten Ernährungssystemen zu erleichtern.“