Die Tageszeitung Die Welt kann nicht nachvollziehen, dass einige Merkel vorwerfen, Lukaschenka mit ihren Anrufen als legitim anzuerkennen:

„Der Vorwurf … mag zwar in den Augen starrsinniger Gesinnungsethiker zutreffen, doch läuft diese moralisierende Außenpolitik stets Gefahr, im Triumph der guten Gesinnung über die Gesetze des Verstandes zu enden. Man muss Lukaschenko faktisch (nicht de jure!) anerkennen, wenn er im Begriff ist, die EU-Außengrenze zu überrennen oder gar einen Krieg vom Zaun zu brechen. Wer eine Krise dieses Ausmaßes nicht mit allen Mitteln zu entschärfen versucht, ohne dabei klein beizugeben, der mag zwar seiner Überzeugung treu bleiben, handelt aber zutiefst verantwortungslos.“