
Die EU wär besser beraten, Astrazeneca zum Einhalten der Verträge zu zwingen, wettert Berlin -Korrespondentin Tonia Mastrobuoni in La Repubblica:
„Europa wurde Geisel der übereilten Entscheidungen einiger Länder, vor allem der Irrationalität von Deutschland. … Dabei ist die einzige sichtbare Auswirkung der EU-Abkommen die skandalöse Schikane der pharmazeutischen Unternehmen, die es vorziehen, die Dosen in Länder zu exportieren, die besser zahlen, anstatt die Verpflichtungen einzuhalten. Das ist der eigentliche wunde Punkt in den Beziehungen zwischen Europa und Astrazeneca, und die Zahl, die man sich merken muss, sind nicht die 0,0000008 Prozent Thrombosen, sondern die 120 Millionen weniger Dosen, die Astrazeneca bis Mitte des Jahres an die EU liefern wird. Auf diese sollten sich die Aufmerksamkeit und das politische Engagement der EU und ihrer Mitgliedsländer konzentrieren.“
